Band30:Die Eismensch-Verschwörung: Unterschied zwischen den Versionen

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In einer groß angelegten Polizeiaktion werden die Verschwörer verhaftet, es gelingt zudem auch alle weiteren Anhänger der ''Reinigenden Flamme'' auf Venus und Erde unter Arrest zu stellen.  Brandis kehrt mit Ruth zu Erde zurück – beim Anflug auf Metropolis sehen sie schon von weitem, dass die in den letzten Monaten nur trüb erleuchtete Millionenstadt nun wieder eine leuchtende Metropole ist.
 
In einer groß angelegten Polizeiaktion werden die Verschwörer verhaftet, es gelingt zudem auch alle weiteren Anhänger der ''Reinigenden Flamme'' auf Venus und Erde unter Arrest zu stellen.  Brandis kehrt mit Ruth zu Erde zurück – beim Anflug auf Metropolis sehen sie schon von weitem, dass die in den letzten Monaten nur trüb erleuchtete Millionenstadt nun wieder eine leuchtende Metropole ist.
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==Besatzung==
 
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Aktuelle Version vom 23. März 2018, 09:50 Uhr

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Angesiedelt ist dieser Reisebericht während der Zeit des Katastrophenwinters 2090 nach der Ikarus-Explosion. Die so genannte Eismenschverschwörung lässt uns Ruth O'Hara noch stärker als zuvor als eigenständige Heldin der Weltraumpartisanen erleben. Hier hat sie nichts geringeres zu tun als den Präsidenten vor einem Attentat durch die zwei schlimmsten Bedrohungen, die je in der EAAU existierten zu retten...

Der Reisebericht beruht auf den Schilderungen Martin Seebecks.

Inhalt

Neunzehn Jahre nach Beendigung des Bürgerkrieges gibt es in der EAAU noch immer ein paar entschlossene Anhänger General Smiths und seiner Reinigenden Flamme, die sich im exklusiven Excelsior-Hochhaus getarnt als Liga zur Hebung der öffentlichen Moral regelmäßig versammeln. Da die Zeiten trotz Abwendung der Hungersnot unruhig sind und die Union mit der schwersten Energiekrise seit ihrer Entstehung zu kämpfen hat, sieht Colonel Pedro Diaz, Smiths selbsternannter Nachfolger, die Gelegenheit gekommen, Präsident Hastings zu stürzen und eine neue Machtergreifung der Reinigenden Flamme in die Wege zu leiten. Der Präsident soll bei der Inbetriebnahme eines neuen Solarkraftwerkes zugegen sein, das mittels eines hochgebündelten Lichtstrahles Energie zur Erde übertragen wird. Diaz plant, einen „Unfall“ zu inszenieren, bei dem Hastings durch den Strahl ums Leben kommen soll. Auch der Attentäter, der den Lichtstrahl umleiten wird, steht schon fest, ein Homat, ein automatischer Mensch mit dem Gedächtnis von niemand geringerem als Colonel Friedrich Chemnitzer. Da Mark Brandis die Inbetriebnahme der Station überwacht, hofft Diaz, dass der Chemnitzer-Homat diesen ebenfalls töten und so Rache auch an einem alten Feind der Reinigenden Flamme genommen wird.

Mark Brandis interessiert sich ebenfalls für die Technik des Homaten, allerdings aus anderen Gründen. Beim Abschluss der Arbeiten an der Intersolar-Plattform kommt es immer wieder zu technischen Problemen, die von Professor Jakoby entwickelten Arbeitsroboter vom Typ Engineer arbeiten fehlerhaft und die Außenarbeiten an der Intersolar sind für Menschen in klobigen Raumanzügen kaum durchzuführen. Mit Ruth O'Hara und Mark jr. stattet er Jakoby einen Besuch ab und erkundigt sich nach der Eignung des Homaten für das Projekt. Jakoby erklärt, dass er die Entwicklung des so genannten Eismenschen angeblich aus moralischen und technischen Gründen eingestellt habe – der Eismensch schmilzt in seiner ungeeigneten Außenhaut buchstäblich zu Wasser. Ruth hat den Eindruck, dass Jakoby Angst hat und ihnen etwas verschweigt. Sie äußert Brandis gegenüber keinen Verdacht. Dieser glaubt jedoch, dass der Professor lediglich unter Stress gestanden und daher etwas ungeduldig reagiert habe.

Geflogen von Gregor Chesterfield – der inzwischen zum Piloten umgeschult hat – fliegt Brandis zur Intersolar, und Ruth bleibt wieder einmal allein auf der Erde zurück, was ihr wie immer schwer fällt. Um die Hände vor der klirrenden Kälte an der Startrampe zu schützen, steckt sie sie in die Manteltaschen und entdeckt dort zu ihrer Überraschung einen Umschlag, den ihr Jakoby zugesteckt haben muss. Ihr Eindruck war also richtig! Der Umschlag enthält anstelle einer schriftlichen Botschaft aber nur ein seltsames, kristallines Pulver.

In einer Rückblende wird deutlich, warum Jakoby sich so gehetzt verhielt: Während er mit Ruth und Brandis sprach, befanden sich in seinem Labor bereits zwei von Diaz Männern, die ihm die sterblichen Überreste von Chemnitzer zum Einbau in den Homaten überbrachten. Diese ließen das Gespräch mit Brandis zwar zu, gaben Jakoby aber den Auftrag, ihn möglichst schnell abzuwimmeln. Nur durch eine List gelingt es Jakoby, ein wenig Datenstaub – das kristalline Pulver – in einen Umschlag zu schmuggeln und diesen Ruth zuzustecken. Nachdem Ruth und Brandis gegangen sind, setzen die beiden Männer Jakoby unter Druck, den Homaten möglichst schnell fertigzustellen. Sie erkundigen sich auch nach dem Grund für die instabile Eisfüllung, Jakoby erklärt, dass so die menschlichen Anteile des Homaten vor dem Verfall geschützt werden. Der Professor versucht noch eine weitere List, um die beiden Eindringlinge zu überwältigen, indem er einen ihm zur Untersuchung überlassenen „Kampfroboter“ auf sie hetzt. Aber gerade dessen betrügerische Programmierung, die Jakoby in der Untersuchung aufdecken sollte, wird dem Professor jetzt zum Verhängnis: er stürzt sich auf den Schwächsten im Labor, und das ist der Professor. Die Männer können den Roboter aber überwältigen und zwingen Jakoby, mit der Arbeit fortzufahren.

Ruth rätselt unterdessen, was es mit dem geheimnisvollen Pulver auf sich hat, vielleicht soll sie es ja nur für Brandis bis zu dessen Rückkehr aufbewahren? In Erinnerung an das seltsame Verhalten des Professors jedoch entscheidet sie, dass es sich um eine dringliche Angelegenheit handeln müsse und ruft einen VEGA-Techniker zur Hilfe. Dieser erkennt, dass es sich bei dem Pulver um Datenstaub handelt und stellt Ruth einen Testdummy zur Verfügung, der die in den Kristallen enthaltene Botschaft wiedergeben kann. Wie Ruth bereits befürchtete, handelt es sich um einen Notruf von Jakoby, der von dem Überfall auf sein Labor berichtet.

Als Jakoby aus der Narkose erwacht, in den ihn die beiden Männer vor ihrem Weggang versetzten, findet er sein Labor leer vor, auch der Homat ist fort. Schon lange plante er, den Eismenschen mit einer Sprengladung zu vernichten, zögerte dies aus wissenschaftlichem Interesse aber immer wieder hinaus, was er nun bitter bereut. In seinem Badezimmer, das er aufsucht, um mit kaltem Wasser die Nachwirkungen der Narkose zu vertreiben, tritt ihm zu seinem Entsetzen Friedrich Chemnitzer entgegen – der Homat hat die Gestalt des hingerichteten Verbrechers angenommen. Sogar Chemnitzers legendäre Vorliebe für teures Rasierwasser teilt er. Jakoby will noch einmal mit dem Homaten reden und ihn überzeugen, das Haus nicht zu verlassen, wird aber von diesem getötet. Im offiziellen Polizeibericht soll es später heißen, er sei einem Herzinfarkt erlegen.

Ruth, die noch einmal mit Jakoby sprechen will, läuft den ermittelnden Polizeibeamten in die Arme. Zunächst will man sie nicht zum Labor durchlassen, aber ein freundlicher Polizeicaptain namens Goldmund nimmt sich die Zeit, sich Ruths Bericht über den Homaten anzuhören. Er erklärt ihr allerdings auch, dass der Professor psychisch krank gewesen sei und sich zwei Jahre zuvor schon einmal freiwillig in eine Psychiatrie eingewiesen hätte. Angeblich litt er unter Verfolgungswahn. Ruth kann sich nicht vorstellen, dass Jakobys Geschichte nur ein Hirngespinst war und macht sich im Labor auf die Suche nach Spuren des Überfalls. Es ist nichts zu sehen, nur ein starker Duft von Rasierwasser sticht ihr in die Nase...

Wieder ist es nur Captain Goldmund, der sich Zeit für ihre Schilderungen nimmt. Sie berichtet ihm daher auch von dem geheimnisvollen Umschlag, den Goldmund daraufhin sofort ausgehändigt haben will. Da Ruth ihn aus Sicherheitsgründen in ihrer Wohnung aufbewahrt, bietet Goldmund ihr an, sie dorthin zu begleiten. Der Captain verhält sich außerordentlich höflich und achtet darauf, ihr nicht zu nahe zu kommen, „damit keine Missverständnisse entstehen.“ In der Wohnung angekommen, stellt Ruth entsetzt fest, dass sie vergaß, die Heizung für Mark jr. anzustellen, obwohl private Heizanlagen nur noch kurze Zeit erlaubt sind. Sie holt das Versäumnis nach und die Wohnung beginnt sich mit wohliger Wärme zu füllen. Plötzlich fühlt sich der Captain in der Wohnung nicht mehr wohl und drängt Ruth auf schnelle Herausgabe des Umschlags, weil er frische Luft brauche. Seine Beine scheinen ihm den Dienst zu versagen. Ruth wird misstrauisch und zögert die Herausgabe des Umschlags heraus, wobei sie unabsichtlich die Hand des Captains berührt, die eiskalt ist. Plötzlich begreift sie, wen sie vor sich hat und ergreift mit Mark jr. auf dem Arm die Flucht. Die Tatsache, dass sich der Eismensch durch die Wärme der Wohnung in teilweiser Auflösung befindet, verschafft ihr einen kleinen Vorsprung, der jedoch im eiskalten Treppenhaus schnell zusammenschrumpft.

Auf Intersolar erhält Martin Seebeck inzwischen einen Einblick in die Funktionsweise der Station, er darf bei einem ersten Probelauf anwesend sein. Die Zeit drängt, denn schon in einer Woche soll das Solarkraftwerk seine Arbeit aufnehmen, bevor auf der Erde die Energieversorgung vollkommen zusammenbricht. Ein Sturm über dem Testgebiet in der Antarktis – dem Empfänger Godwana erschwert die Arbeit der Techniker, der Probelauf muss vorverlegt werden. Auch der erste Ingenieur Morales steht unter Druck, da ihm einige technische Fehler zur Last gelegt werden. Tatsächlich schlägt der Versuch den Energiestrahl auf Godwana zu lenken fehl, die Plattform wird fast in das umliegende Eismeer versenkt. Allerdings wurde die Steuereinheit duch Frank Hauschildt unbemerkt manipuliert, der es offensichtlich nicht verwunden hat, dass Brandis seinen Vater Leo als Projektleiter ablöste, der bei einem Unfall schwer verletzt wurde.

Ruth muss unterdessen feststellen, dass ihr Helikopter, mit dem sie zur VEGA fliehen wollte, um John Harris in die Geschehnisse einzuweihen, sabotiert wurde. Ein plötzlich entleerter Treibstofftank zwingt sie zur Notlandung auf dem Platz Antoine Ibaka, wo sie in die U-Bahn umsteigt. Ihre Flucht steht allerdings unter keinem guten Stern, denn auch für den Expresszug 303 fällt unvermutet der Strom aus. Nach drei Tagen ängstlichen Wartens in einer Notfallbox entschließt sie sich zum Handeln. Nachdem in der Box schon seit Stunden die Notbeleuchtung ausgefallen ist und die Luft immer stickiger wird, macht sie sich mit Mark jr. auf dem Arm zu Fuß auf den Weg, um Hilfe zu holen. Es gelingt ihr tatsächlich, den nächsten Bahnhof zu erreichen und über ein öffentliches Telefon mit John Harris zu sprechen, der ihr ein Taxi schickt. Daraufhin begeht Ruth in ihrer Angst einen verhängnisvollen Irrtum: Als der Taxifahrer ihr beim Einsteigen behilflich ist, spürt sie seine eiskalten Hände durch den Stoff ihres Mantels und glaubt, den Eismenschen vor sich zu haben, der das Gespräch offensichtlich abgehört hat. Sie lässt den verwirrten Taxifahrer in Panik zurück, der einfach nur auf Grund des unbarmherzigen Winters kalte Hände hatte und steigt in das nächste Taxi. Dort allerdings wartet der echte Eismensch auf sie, der einen Kollegen des anderen Mannes ermordet hat.

Auf Intersolar häufen sich weiterhin die Probleme, die Station rechtzeitig zum festgelegten Termin betriebsbereit zu machen. Brandis sucht das Gespräch mit Hauschildt, da ihm nicht entgangen ist, was den jungen Mann bedrückt. Frank sieht die Station immer noch als das Werk seines Vaters an und betrachtet jede Kritik an früheren Schlampereien – die in manchen Bauabschnitten nicht zu übersehen sind – als persönlichen Angriff. Brandis ist noch nicht über die Geschehnisse auf der Erde im Bilde und wartet vergeblich auf das Eintreffen neuer Arbeitsroboter, da die menschlichen Arbeitskräfte an Bord der Station bereits am Rande der Erschöpfung stehen. Immerhin ist ein zweiter Probeschuss auf einen Umwandler in der Sahara geglückt. Plötzlich erhält er die Meldung, dass eine Frau versuche, ihn über Funk zu erreichen. Es ist Ruth, doch bevor sie mit ihm sprechen kann, bricht die Verbindung wegen eines Energiesturmes zusammen.

Ruth fühlt sich zunächst in Sicherheit bei Mascha Stroganowa, auch wenn es sie quält, Brandis nicht erreichen zu können. Die Stroganows besitzen ein im alten Stil erbautes Holzhaus in einem Naturschutzgebiet von Metropolis, hier wartet sie gemeinsam mit Mascha auf deren Sohn Boris, einem Mitarbeiter des militärischen Sicherheitsdienstes. Von ihm und der Erfahrung des MSD im Umgang mit künstlichen Menschen erhofft sie sich Hilfe, nachdem sie der Polizei nach ihrer Erfahrung mit dem falschen Captain Goldmund nicht mehr traut. Ruth ahnt, dass der Eismensch trotz des ihm eingepflanzten Gewebes von Chemnitzer nicht allein agiert, sondern dass weitere Verschwörer hinter ihm stehen. Als Boris – früher als erwartet – heimkehrt, weiht sie ihn in die Ereignisse ein und bittet ihn, sich auch den Datenstaub näher anzusehen. Mascha Stroganowa erweist sich als gute Gastgeberin und will Ruth einen guten Borschtsch bei einem warmen Kaminfeuer servieren. Als Boris im Hinblick auf die Energiekrise zögert, das gesamte Holz zu verfeuern, zündet sie selbst den Kamin an und Ruths Albtraum wiederholt sich: „Boris“ scheint plötzlich gelähmte Beine zu haben und kann sich keinen Schritt mehr vorwärts bewegen. Doch diesmal bleibt Ruth gelassen, als sie den Eismenschen erkennt. Sie heizt das Kaminfeuer an und nutzt die Gelegenheit, den aus Existenzangst gesprächig gewordenen Kunstmenschen zu befragen. Dabei erfährt sie, dass hinter der Verschwörung die Reinigende Flamme steht, welche die Ermordung des Präsidenten plant. Als das Holz ausgeht und Ruth neues von der Veranda holt, flieht „Boris“ bevor sie ihn endgültig ausschalten kann. Da sie nun auch dem Sicherheitsdienst nicht mehr traut, in dessen Reihen Anhänger der Reinigenden Flamme tätig sein könnten, wartet sie nicht länger auf die Heimkehr des echten Boris Stroganow, sondern lässt Mark jr. in Maschas Obhut und setzt ihre Flucht zu Fuß fort.

Bei der unfreundlichen Angestellten eines Reisebüros ersteht Ruth ein Ticket für das Passagierschiff Astoria, das auf seinem Flug zur Venus auf dem Mond eine Zwischenlandung einlegen soll. Sie hofft auf Unterstützung durch Brandis Kollegen bei der UGzRR, die ihr noch immer als vertrauenswürdig erscheinen. Ruth, die aufgrund ihrer Erfahrungen weder die öffentlichen Verkehrsmittel noch ein Taxi nutzen will, erreicht in letzter Minute den am anderen Ende der Stadt liegenden Raumhafen und geht gemeinsam mit dem charmanten Vorsitzenden der TOTAL-Film, der den Allerweltsnamen Meier trägt, an Bord.

Der marode Sektor 4 der Intersolar bereitet Brandis – der immer noch vergeblich auf eine Nachricht von Professor Jakoby wartet - auch weiterhin Sorgen. Die Spiegelfolie der Sonnenkollektoren in diesem Sektor ist durch viele Risse unbrauchbar geworden und muss vollständig abgebaut werden. Bei diesen Arbeiten ereignet sich erneut ein Unfall, bei dem Frank Hauschildt schwer verletzt wird, durch Risse in seinem Raumanzug erlitt er schwere Erfrierungen. Mit den Mitteln des Stationshospitals wäre er nicht mehr zu retten, aber der Bordarzt kennt einen Spezialisten, der ihm helfen kann, Dr. Hudson – den Verlobten von Captess Kato. Dieser praktiziert auf der Venus, wohin man Hauschildt verlegen will. Bei dieser Gelegenheit erinnert sich Brandis an ein Detail aus dem Bürgerkrieg: General Smith hatte damals auf der Venus so genannte Lichtfallen aufstellen lassen, um Landungen von Delta VII zu verhindern. Diese will Brandis nun zu Kollektoren für die Intersolar umbauen lassen, eine Pioniereinheit soll sie zur Station bringen.

Auf der Astoria stellt Ruth fest, dass aus Treibstoffmangel die Zwischenlandung auf dem Mond gestrichen wurde – Pietro Anastasia weigert sich ebenfalls, dem Passagierschiff diesen zur Verfügung zu stellen, um in Las Lunas einen Notbetrieb aufrecht erhalten zu können. Erst erwägt Ruth, den Piloten des Schiffes ins Vertrauen zu ziehen, entscheidet sich dann aber dagegen, da es auch auf der Venus eine Außenstelle der UGzRR gibt. Der Flug scheint ereignislos zu verlaufen, bis Ruth auf dem Gang Herrn Meier begegnet, der von einem eiskalten Hauch umgeben ist. Nun schlägt sie doch noch Alarm. Auf der Venus empfängt sie die bereits informierte Polizei dann auch mit ausgesuchter Höflichkeit, die allerdings trügerisch ist. Die Ruth vernehmenden Beamten hören nur etwas von der Reinigenden Flamme und einem künstlichen Menschen, sowie Ruths Geburtsort Alpha Centauri, was sie glauben lässt, dass diese Frau vollkommen verrückt sei. Zwar wundert sich einer der Beamten ein wenig, dass sich Herr Meier sofort nach seiner Ankunft wieder auf den Weg zur Erde macht, aber sein Kollege fordert ihn auf, sich nicht von Ruths „Verfolgungswahn“ anstecken zu lassen. Zu allem Unglück verschwindet auch das einzige Beweismittel – der Datenstaub – im Ansaugschacht eines Lüfters. Zwei kräftige Schwestern sollen Ruth in die Psychiatrie bringen, aber ihr gelingt noch einmal die Flucht. Als ihr dabei noch einmal Herr Meier – diesmal wohl der aus Fleisch und Blut – über den Weg läuft und sie freundlich grüßt, resigniert sie, an ihrem Verstand nun selbst zweifelnd und lässt sich widerstandslos in die Klinik bringen.

Endlich scheint es auf Intersolar mit den Vorbereitungen voran zu gehen – Leo Hauschildt konnte mit Hilfe von Präsident Hastings die Lichtfallen und eine Einheit Pioniere zur Verfügung gestellt bekommen – und die Generalprobe für die Energieübertragung nach Metropolis steht kurz bevor. Hierzu muss zunächst einmal die Kommunikationsleitung geprüft werden, um später einen reibungslosen Ablauf sicherzustellen. Die geringste Abweichung des Strahles würde die Zerstörung des Amtssitzes des Präsidenten bedeuten. Präsident Hastings will es sich nicht nehmen lassen, bei der ersten Übertragung persönlich anwesend zu sein, schon um den verzweifelten Menschen in der EAAU Hoffnung zu machen. In diese Vorbereitungen platzt ein Anruf der Klinik, in der Ruth untergebracht ist, da der Chefarzt mit Brandis selbst über die „Psychose“ seiner Frau sprechen will.

Brandis verlangt, mit Ruth selbst sprechen zu dürfen. Ihre Pflegerin, Schwester Johanna, soll sie aus ihrem medikamentenbedingten Schlaf wecken und ins Büro des Arztes bringen. Doch Ruth kann erneut fliehen, und Schwester Johanna wird ermordet in einer Abstellkammer gefunden. Der Mord wird Ruth zur Last gelegt, denn niemand geht davon aus, dass ihr Bericht der Wahrheit entspricht und tatsächlich der Eismensch hinter der Tat steckt. Inzwischen zweifelt sie selbst an ihrem Verstand, aber allein die Möglichkeit, dass es einen Plan zur Ermordung Hastings geben könnte, lässt sie durchhalten. Aus dem Polizeifunk erfährt sie, dass sie nun auch wegen Mordes gesucht wird und entschließt sich zu der gefährlichen Flucht durch die rote Steinwüste (sic!) der Venus, die nur unzureichend von den Ozonerien der Towns mit Sauerstoff versorgt wird. Ihr Ziel ist der Raumhafen, der aber durch einen elektrischen Zaun vor ungebetenen Besuchern geschützt wird. Nach einer Weile entdeckt sie Gregor Chesterfield auf dem Gelände, der zusammen mit Hauschildt die Verladung der Lichtfallen überwacht. Es gelingt ihr, versteckt an Bord eines Transporters der Pioniere zu Chesterfield zu gelangen, der sie trotz der Warnung des Towers mit auf den Weg zu Intersolar nimmt.

Brandis steht am Rande der vollkommenen Erschöpfung, als Ruth auf der Station eintrifft. Der Tag der Entscheidung ist gekommen, die Inbetriebnahme von Intersolar wird live im Fernsehen übertragen. Doch auch Brandis glaubt Ruth nicht, der Chefarzt der Klinik hat ihm glaubwürdig versichert, dass seine Frau geisteskrank sei und ärztlicher Behandlung bedürfe. Als er nicht auf ihre dringende Bitte reagiert, den Start der Energieübertragung zu stoppen, trifft Ruth eine Entscheidung: Sie muss selbst handeln. Während der Rede von Präsident Hastings, der eindringlich an die Bürger appelliert, in Zukunft sorgsamer mit den Ressourcen des Sonnensystems umzugehen, fällt ihr ein entscheidendes Detail auf. Als der Präsident an die Opfer der Bauarbeiten erinnert und die Reihe an Frank Hauschildt kommt, zeigen alle Crewmitglieder in der Steuerzentrale der Station tiefe Rührung, nur Leo Hauschildt nicht. Ruth greift aus Verzweiflung zu einem funktionstüchtigen Modell des Energieumwandlers und zielt damit auf Hauschildts Nacken, der daraufhin eine seltsame Wandlung durchläuft. Die Crew wird Zeuge, wie er sich nach und nach in alle Personen zurückverwandelt, deren Gestalt der Eismensch annahm und schließlich die Züge Friedrich Chemnitzers zeigt, der allen Anwesenden den Tod androht.

Da Ruths Bericht nun endlich geglaubt wird, untersuchen die Techniker die gesamte Anlage noch einmal auf Sabotage und werden fündig: Ein menschliches Haar im Kern des Projektors sollte die gefährliche Abweichung des Energiestrahles verursachen – und wäre darin verglüht, um keinen Beweis zu hinterlassen. Auch die polizeilichen Ermittlungen auf der Venus bestätigen ihre Geschichte - in der Wüste findet man die Leiche von Leo Hauschildt.

In einer groß angelegten Polizeiaktion werden die Verschwörer verhaftet, es gelingt zudem auch alle weiteren Anhänger der Reinigenden Flamme auf Venus und Erde unter Arrest zu stellen. Brandis kehrt mit Ruth zu Erde zurück – beim Anflug auf Metropolis sehen sie schon von weitem, dass die in den letzten Monaten nur trüb erleuchtete Millionenstadt nun wieder eine leuchtende Metropole ist.

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